Baubericht Erickson Air Crane S-64 F   

        

           

Da dieses Projekt derzeit meine ganze Aufmerksmkeit hat, habe ich hier eine eigene Rubrik erstellt. So werde ich hier regelmäßig über Fortschritte berichten.

 

Die Idee zum Bau des Crane kam mir beim Überlegen was ich mit der alten Graupner Mechanik der Bell 222 machen soll. Der Rumpf fehlt und das Heckgetriebe mußte als Organspende in den TwinJet wechseln. Ein Alu-Gerippe wollte ich nicht fliegen lassen und auf einer Reise durchs WWW fiel dann die Entscheidung. Eine Dreiseiten-Sicht war in guter Qualität verfügbar und so wurde diese auch gleich an den Plotter zum Drucken übergeben. Dann die Abmessungen mit der Mechanik vergleichen und éinige Anpassungen vornehmen.

Mein Modell wird nicht ganz Scale muß es aber auch nicht. Ein weiterer Eckpunkt

war das der "Unterboden" frei bleibt. Andere haben hier immer den Löschtank verbaut um die Mechanik zu verstecken. Um dies zu erreichen mußte die Mechanik von Unterbau in eine  Aufbau Mechanik geändert werden.

 

 

Mechanik


Der Motor ist ein 61. HB ohne Lüfter. Der wird diesmal elektrisch und kommt aus einem Föhn. Erste Testläufe auf einer Holzplatte verliefen zu meiner Zufrieden-

heit. Läßt man den Lüfter 2 Minuten nachlaufen ist der Motor wieder eiskalt.

    Anfang Dezember 2011 nimmt das Projekt Fahrt auf. Die Bodenplatte sowie die ersten Spanten sind gefertigt. Sie werden zusammen mit der Mechanik ausgerichtet und angepasst.

 

 

 

Baubeginn


Der Rumpf macht weiter Fortschritte und für die ersten Bauteile wurde die Einbauposition ermittelt. Das künftige Heckgetriebe ist an Ort und Stelle, macht mir aber Sorgen den die in Frage kommenden Zahnräder sind recht groß. Da ja auch die Hohlwelle wegfällt, wird  wohl die Heckrotorverstellung eines namenhaften Heli Herstellers Verwendung finden. Vieleicht hat ja ein Leser noch ein original Getriebe (BstNr 79/3) und kann mir dieses zur Verfügung stellen.

 

 

 

Rumpf 16. Dezember


Rumpf 21. Dezember


Die Weihnachtspause ist zu ende und es geht jetzt zügig weiter. Es wurde als erstes ein Fehler berichtigt. Die Mechanik war zu weit vorne eingebaut, aber nach einer Stunde war das erledigt. Nur 8 Löcher gilt es jetzt noch zu stopfen. Der Spant zum Halten des Cockpits ist gebaut. Dieser nimmt auch das Kühlgebläse auf. Ihren Platz haben auch die Formspanten für das Cockpit gefunden womit das "Gerippe" nun ein Gesicht bekomt.

 

 

Rumpf 31. Dezember


 

Das neue Jahr hat angefangen und die freien Tage wirken sich aus. Es entstehen die Fahrwerke und die Stabi Flosse. Für die Fahrwerke nutze ich Drehgelenke eines verunfallten TwinJet Rotorkopfes. Sieht fast aus wie beim Original. Die Beine sind aus Alurohr und ausgesonderten Rotorwellen meines Gaui. Auf die Federung wird vorläufig verzichtet aber das Bugfahrwerk wird drehbar. Für die Federung muß eine Schere gebaut werden für die ich schon eine Idee habe. Zur Zeit habe ich aber keine Möglichkeit sie zu bauen aber die Option das Fahrwerk zu federn ist ja da.

 

 

Fahrwerk und Stabi Flosse


Streben für Stabi Flosse


Es ist vollbracht der Crane steht auf eigenen "Rädern". Die gewünschten Räder

sind bestellt aber werden wohl erst im April eintreffen. So müssen die Ersatzräder aus Holz erst einmal als Platzhalter her.

 

 

Air Crane auf eigenen Rädern

Air Crane auf eigenen Rädern

 

 

Es folgt die Bugradlenkung die durch ein Servo steuerbar wird. Das Servo wird später parallel zum Heckservo angeschlossen. Schaun wir mal ob´s später auch wie angedacht funktioniert.

 

 

Bugradlenkung


 

Jetzt geht es weiter mit dem Cockpit. Damit es rund wird habe ich Rippen angebracht auf die wiederum flexible Leisten geklebt werden. So ergibt sich langsam die Form und die Betonung liegt auf langsam.

 

 

 

Cockpit


 

 

Wenn alle gesetzt sind geht es an die scharfen Kurven die mit den Leisten nicht zu formen sind. Hier werden Balsaklötze eingeklebt und geschliffen. Die spätere Lackierung steht jetzt auch fest.

 

So soll er mal aussehen

 

Aber erstmal geht es weiter mit dem Cockpit und wie immer, das was schön rund werden soll ist am Anfang eckig. So kamen erstmal Balsaleisten mit Sekunden-kleber zum Einsatz und dann der Schleifklotz.......Lang der Arm und kurz die Pause. Nebenbei stand heute auch die Waage zur Verfügung. So wiegt der Rumpf nun 1500 g, alle verfügbaren Teile zusammen 4700 g. Damit ist es wohl kaum noch möglich mit dem Abfluggewicht unter 5 Kg zu bleiben. Jetzt aber die Bilder vom Wochenende.

 

Cockpit Teil 2


 

Und wie man an der Schablone sieht ist die Form gut getroffen, die Arbeit hat sich gelohnt.

 

Schablone drauf und ... passt !

 

Da ich im Moment keine Lust zum Schleifen habe wurde ein weiteres wichtiges Detail gefertigt, der Lasthaken. Genauer gesagt eine Auslöseeinheit bestehend aus einem Messingflansch, einem Führungsrohr aus Messing, einem Stahldraht und natürlich einem Servo. Das Ganze sitzt unter der Pitchbetätigung also genau unter der Rotorwelle im Schwerpunkt. Eine Last von einem Kilo lässt sich sicher

auslösen.

 

 

Last-Auslöseeinheit


 

Heute gabs nur Kopfarbeit. Da ich immer noch nach einer Lösung für das defekte Heckgetriebe suche wurde das WWW nach Kegelrädern durchforstet. Die Firma Mädler scheint mich mit den begehrten Zahnrädern versorgen zu können. Allerdings ist die Übersetzung dann 1:1 und somit ist ein weiteres Getriebe notwendig um wieder auf 2,14:1 zu kommen. Sodenn mit alten Messingrädern konnte schon mal erfolgreich getesten werden.

 

Getriebe mal anders

Dann wollen wir mal bestellen, dann noch ne 3 mm Welle dazu ( den Bohrer brauche ich für was anderes) und dann schaun wir uns das ganze nochmal an.

Bleibt nur noch das Problem mit der Verstellung aber da gibt es bestimmt was

von.......

Nun haben wir den 29ten und der Januar ist so gut wie vorbei. Eine Entscheidung

zum Thema Getriebe gab es auch. Das verbleibende intakte Getriebe wandert in den Crane. Die zweite Bell wird nun Erprobungsträger für den Elektroantrieb und das Bastel-Getriebe.

Da nun eine Getriebe vorhanden ist mußte auch eine neue Aufnahme her. Dafür wurde ein Alu-Winkelprofil in Form gebracht und montiert. Danach wurde noch die Position für das Heckservo festgelegt und der Steuerdraht verlegt. Empfänger, Kreisel, Lüfterakku und Empfängerakku fanden nun auch ihren Platz. Im Moment ist das Modell vollgetankt in waage, bei leerem Tank leicht kopflastig.....passt. Da jetzt alles an Ort und Stelle ist, der Weg des zusammenbauens bekannt ist, kann auch der Rumpf beplankt werden.

 

 

Heckgetriebe / Steuerung


Noch eben schnell einige Stützelemente angebracht und schon ist das erste Stück des Rumpfes mit seinem neuen Kleid versehen.......und ruckzuck sind wir an den Fahrwerksauslegern angekommen.

 

 

 

Fortsetzung Rumpf


 

So nun ist der Rumpf bis auf die Deckel geschlossen und es geht weiter am

Cockpit. Vor dem Beplanken werden zu den Konturleisten noch einige Balsaleisten gesetzt.

 

 

 

 

Fortsetzung Cockpit


Endlich wieder Zeit....das Balsaholz für die Beplankung des Cockpits ist auch

endlich gekauft und ab gehts....

 

Akupunktur mal anders


Da es im Moment nur langsam weitergeht, ergänze ich die Bilderserie unter "Akupunktur". Wenn ich mit der "Schnitzerei" fertig bin werde ich wieder öfters

aktualisieren. Es ist vollbracht, das Cockpit ist beplankt. Noch ein bischen schleifen und spachteln und dann kann die Farbe kommen.

Frei nach dem Motto "Ja ist den schon Weihnachten" trafen heute am 28.02.

die Räder für das Hauptfahrwerk ein..

 

 

Nun mit den richtigen Rädern

 

Die Verkabelung ist nun auch auf die richtige Länge gebracht und verlegt. Die nächsten Schritte sind die Herstellung der Rumpfdeckel, danach den Maschienenraum auslackieren, alles wieder zusammenbauen und dann........dann geht es auf den Platz für die ersten Tests.

Der erste Deckel ist gebaut der zweite in Vorbereitung und der Rumpf ist ausgestrichen. Es war sogar noch etwas Zeit mit den Decals zu beginnen.

 

Decals für das Heck

Noch in Schwarz/Weiß doch bald auch in Bunt und in Farbe. Weiter geht es mit den Deckeln und dem Nachfertigen der Paddelstangen und wenn alles gut geht könnten am Sonntag (04.03.12) die ersten Läufe stattfinden.....

Sonntag 07:00 Gewinde auf die Paddelstangen schneiden, montieren, einstellen.

Heckrotorwelle noch einbauen, Rotorblätter anbauen und statischen Spurlauf einstellen. Check.......und klar für die ersten Läufe.

 

 

Air Crane noch auf dem Tisch

Sonntag 11:00, Wanna Modelflugplatz, das Testen beginnt. Da alles soweit funktioniert werden die Rotorblätter wieder angebaut. Leider bricht beim Starten des Motors ein Servohorn, jedoch ist schnell für Ersatz gesorgt.

 

 

Air Crane auf dem Flugfeld in Wanna

 

Weiter gehts mit dem Spurlauf und ersten korrekturen an der Gaskurve.

15:00 nach erneuter Bearbeitung der Gas- und Pitchkurve gelingt der erste

Hüpfer. Doch die schlechte Wirkung des Heckrotors zwingt mich sofort wieder zur Landung und einer anschließenden Fehlersuche. Auf dem Platz war aber nichts zu finden und so ging es zurück auf die Werkbank.

Dort wurde der Fehler auch schnell gefunden.......schlupf an der Heckrotorwelle

so das die Leistung nicht übertragen werden konnte.

So, alle Schrauben nachgezogen und gesichert, besonders die Schraube des Bugrades, die doch tatsächlich durch Vibrationen 2x inklusive Bugrad abgefallen war.

 

 

Weiter gehts wenn das Wetter wieder Lacht.....

So eine Woche lang eine Grippe auskuriert, die Deckel gefertigt und noch ein Testflug. Ergebnis des Testfluges diesmal....keine ausreichende Heckrotor-leistung, das heißt kurz vor vollbetätigtem Heckrotor bleibt erst das Heck stehen. Als Ursache sehe ich mal die niedrigere Drehzahl des Getriebes (2,5:1 statt

2,142:1) und die etwas kürzeren Heckrotorblätter (105mm statt 120mm).

Maßnahme....mal schnell im Heli-Shop 130mm Heckrotorblätter von SAB bestellt. Dann komme ich wieder auf 31,5cm Rotorkreis und dann sollte auch bei der verfügbaren Drehzahl wieder genug Druck dasein.

 

 

Deckel aus Acrylglas


 

Die Mechanik ist auch wieder ausgebaut. Hier mußte der mögliche Stellweg für die Pitchverstellung erhöht werden. Jetzt noch den Servoweg einstellen und schon kann alles wieder zusammengebaut werden.

Der Rumpf bekommt noch eine Service-Öffnung damit das Gemisch eingestellt werden kann und dann kommt der nächste Testflug...

17.03. nächster Testflug. Der Auspuff ist nun endlich dicht und hält den Temperaturen stand. Die Heckrotorblätter sind noch nicht da und so gestaltet sich das Fliegen bzw Schweben etwas schwierig. Mit der Pitchsteuerung bin ich auch noch nicht glücklich aber das kann auch an dem zu hohen Kraftfluß zum Heck-

rotor liegen. So heißt es nun auf die Lieferung der Heckrotorblätter zu warten und dann den Heckrotor neu einstellen. Bin mal gespannt wie der Winkel für den Grundschub ausfällt und ob sich das auch positiv auf die Leistung auswirkt.

Weiter wenn die Blätter eingetroffen sind.

Es ist der  24.03 und die Heckrotorblätter sind da, genau wie das Wochenende.

Schnell zum Platz, die Blätter anbauen und wieder auf neutral trimmen. Tanken,

anlassen, abheben und Zack ist die Leistung wieder da und das Heck steht. Nach einer Landung zum Trimmen ging es endlich zum Schwebeflug in 1 Meter Höhe.

 

Heckrotor mit den Blättern von SAB

 

 

Die Steuerung funktioniert ist aber sehr träge. Nach dem 3ten Flug hat sich wieder

der Auspuff zerlegt und zum Schluß hat sich auch noch der Vergaser gelöst. Also wieder ab auf die Werkbank und den Auspuff umbauen. Nebenbei werde ich noch eine Ablage für den Starterriemen einbauen damit er sich nicht im Antrieb verklemmt.

Die letzten Tage wurde genutzt um noch einmal zu kontrollieren. Die Pitch-

steuerung wurde durch kürzen der Steuerstange geändert. Dies hat zur Folge das

die Rotorblätter jetzt um ca 8° verändert werden können. Die Pitchsteuerung sollte damit deutlich feiner ausfallen.

Wenn das Wetter wieder zum fliegen einlädt testen wir weiter, dann auch hoffentlich mit Bildern aus dem Flug.

Das Osterwochenende bot mal wieder die Gelegenheit zum Testen. Im Sender

wurde auf die Servos der Taumelscheibe -30 Prozent Expo programmiert und schon ist das gute Stück nicht mehr so zickig. Die Steuerung ist damit schon recht

gut, doch nur kurze Zeit später war der Spass wieder vorbei. Der Auspuff ist nun zum 3ten mal geplatzt. Ein flexibler Metallschlauch zur Verbindung von Krümmer und Schalldämfer soll jetzt zum Erfolg führen.............

Bereits vor einer Woche kam der flexible Metallschlauch. Der Auspuff hält nun

dicht. Nun gilt es Pitch- und Gaskurve einzustellen damit die Motordrehzahl nicht so stark einbricht. Leider laden die Windverhältnisse im Moment nicht zum Testen ein.....also warten.........

Mittlerweile stehen mir noch zwei andere Motoren zur Auswahl. Ein Webra und ein OS, beides .61er. Hier gilt es geringfügige Anpassungen vorzunehmen. Die deutlich höhere Leistung dieser Motoren sollte dem Crane helfen besser in die Luft zu kommen.

So, der Webra ist raus aus dem Rennen, der Vergaser läßt sich nicht zusammen mit der Schwungscheibe montieren.

Der OS hat leider einen Heckauslass.... mal sehen ob da was geht.

Letzter Ausweg wäre dann ein E-Motor.

Und auch hier sind die Würfel gefallen. Mein Nr1 Bell wird der Erprobungsflieger

und die Anderen HB-getriebenen werden dann folgen.

Neues.... die Bell ist fertig und der E-Antrieb ist eine Schnellwechseleinheit, soll

heißen ein Antrieb für 3 Graupner Chassis. Nach unserem Heli-Treffen im Mai

wird es weitergehen, der Verbrenner und der Tank sind entfernt, die ewig defekte Abgasanlage ist entsorgt....

 

 

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