Bell 212 TwinJet von Graupner

 

 

Bell 212 in Transportkiste

Der Dornröschenschlaf war eine Woche später beendet. Der Oldtimer wurde wieder aufgebaut. Es fehlte nichts, selbst die Ersatzschrauben waren noch da. Bis auf geringfügige Korrosion an der Paddelstange sind alle Teile in einem top Zustand. Bei meinem Modell ist bereits die längere Hauptrotor-welle verbaut. Die Elektronik ist noch Stand 1973 d.H. Linearservos und eine 27MHz Anlage wurden vorgefunden.

 

Graupner VarioProp Anlage von Grundig

Diese Anlage musste einer modernen 2,4 GHz Anlage von Futaba weichen. Für den Einbau der neuen Technik wurde das alte Servodeck heraus gefräst und ein neues Deck wurde konstruiert. Mit Hilfe der original Zeichnung kein Problem.

 

Das neue Servodeck entsteht

Fertig ! Alles hat seinen Platz gefunden

Das Gasservo wanderte auf ein neu eingebautes Deck oberhalb des Motors.

Das neue Zuhause für das Gasservo entsteht

Der Motor ist noch Original.....ein HB 61 STAMO. Nach einer Reinigung des Vergasers und einem Wechsel der Glühkerze sprang der Motor endlich an.

Der alte Starter von Kavan erwies sich als zu schwach und wurde ebenfalls gegen ein moderneren Starter getauscht. Die Grundeinstellung des Motors erfolgte auf dem "Teststand" um danach zurück in den Rumpf zukommen.

Im November 2010 ging es dann auf den Platz für Testläufe. Der Motor lief rund der Spurlauf war gut und so entschloss ich mich zum Programmieren der Pitchkurve.........und siehe da.......er fliegt..... zum erstenmal in seinem Leben.

Bell 212 Erstflug im November 2010

Es folgte noch das Feintuning an der Gas-und Pitchkurve sowie an der Gemischschraube. Ein Leistungswunder ist der Motor allerdings nicht aber die ersten Runden über dem Platz werden größer.

 

Bell 212 Winterflugbetrieb 21.12.2010 bei -10°

Im März 2011 wurde der Rumpf Lackiert und zwei Wochen später waren auch die Decals fertig.

 

Bell 212 Fertig auf dem Platz in Wanna

Bell 212 Testflug in Wanna

 

Im Mai habe ich die Holzrotorblätter gegen GFK-Blätter von CR-Technik getauscht. Diese Blätter sind etwas schwerer und laufen hervorragend.

Bilder folgen

Ausfallgrund Nummer 1 für den HB Motor ......ein stehender Lüfter.... nicht das es im Rumpf eh schon sehr heiß zugeht. Ursache für den Ausfall des Lüfters ist eine sich durchdrehende Welle im Mitnehmer. Das Teil wurde aus Alu und Werkzeugstahl nachgefertigt und der Lüfter läuft wie nie zu vor.

 

Graupner Bell 212


Lüfterwelle, links Original rechts Nachbau

 

Hier ein Video nach dem Umbau auf die GFK Blättern von Cr Modelltechnik.

Auf YouTube ist es in deutlich besserer Qualität zu finden.

 

Testflug mit GFK Blättern von CR Technik

 

Den Rotorkopf habe ich mittlerweile mit den später erhältlichen Seitenplatten überholt. Damit ist das Einstellen des statischen Spurlaufes fast ein Kinderspiel.

 

 

Graupner Bell 212 Twinjet

 

Sommer 2012 und wieder macht ein Motor schlapp. In Ramelsloh waren die ersten Zeichen zu erkennen, schnelles abmagern mit Leistungsverlust. Diagnose Lüfter läuft wieder nicht.

Nun ist meine Geduld am Ende und die Bell wird elektrisch.

Der neue Regler, ein Roxxy 9100-12, liegt schon bereit. Der Motor wird ein Align RCM 700MX mit 470 KV. Als Stromspender werder 2 5S Akkus dienen. Bilder werder dann im Herbst folgen.

Nun ist es Herbst aber der Antrieb ist noch nicht fertig. Dafür gibt es jetzt einen

neuen Rotorkopf, die "Black Edition". Das Zentralstück ist nun aus Alu und die Seitenplatten wurden überarbeitet. Sie werden nun über Kugellager mit dem Zentralstück verbunden. Eine Vorläufer Version ist schon auf dem obigen Bild zu sehen. Es funktionierte im Prinzip jedoch fehlte die Möglichkeit es so präzise zu fertigen das es wirklich spielfrei ist. Dank des Engels der schon die Mitnehmerwellen für den Motor neu erstellte gibt es nun auch diese Teile hoch

präzise.

 

Einst und Heute

Auf dem nächsten Bild kann man die Änderungen zur Aufnahme der Kugellager

erkennen

 

Zentralstück und Seitenteil

 

Und hier der Rotorkopf während der Montage mit Kugellagern. Bei dieser Bau-

weise ist kein Spiel vorhanden und ausgeriebene Seitenteile und verschlissene

Aufnahmen gehören der Vergangenheit an.

 

Während der Montage

Nun soll der neue Rotorkopf fertiggestellt werden und dann wird getestet. Das wird wohl die letzte Amtshandlung des alten HB-Motors.

Neues von der Bell.... der neue Kopf ist ne Wucht und läuft hervorragend.

Der HB hat nun ausgedient und wie der Teufel es will ist doch auch noch der

neue Motor eingetroffen. Nun heisst es anpassen......hier erste Bilder

 

 

Der E-Antrieb entsteht


Wie man sieht nutze ich zu Anpassung und zum Testen meine 2te Bell die sich noch in der Restaurierung befindet. Immer wenn sich etwas ergibt stelle ich

neue Bilder in den Ordner.

So der Motor ist platziert und befestigt. Der Regler wird mit einem Halter vor dem

Motor am Chassis angeschraubt. Nun fehlt noch die Akkubefestigung.

Hier werden L-Profile zum Einsatz kommen. So kann mit den Akkus der

Schwerpunkt korrekt eingestellt werden. So wie es jetzt aussieht, kann der

Hubschrauber nun auch von unten geschlossen werden........

 

 

Die letzten Momente.....


 

 

Der neue Antrieb kommt


 So klingt die Bell elektrisch. Zum Testen und Programmieren nur mit 6S Akku,

aber das sieht schon gut aus und das alles ohne Lärm und Rauch. Hätten die doch schon in den 70er Jahren unsere Antriebe gehabt........

 

 

Das Erstemal elektrisch

So nun fehlen nur noch die Energieriegel...2x 5S mit 4000mAh.........und bestellt.

Die Komponenten für den E-Umbau:    Regler von Robbe Roxxy 9100-12

                                                               Motor von Align RCM-BL700MX 470KV

                                                               2x 5S 4000 XP Serie von Dymond

                                                               Alu-Winkelprofil für die Motoraufnahme

                                                               Alu-Flachprofil für die Regleraufnahme

                                                               Alu-Rundprofil als Verbindungswelle

Wenn die Akkus eingetroffen sind muß nur noch die Akkuaufnahme gefertigt werden, der Regler auf Festdrehzahl umprogrammiert werden und dann sind wir klar zum elektrischen Erstflug.

Trappatoni würde jetzt sagen: Ich haben fertig......

Aber das Wetter, da gibt es nicht mal was von Ratio......also wieder warten.

Und Ostern war es denn so weit. Der neue Antrieb und der neue Kopf in Aktion

 

 

Jetzt noch ein paar Einstellungen am Kopf ändern und dann steht dem ersten

Rundflug nichts mehr im Weg.

Während meines Besuches beim MFC Albatros konnte bei Windstelle der

Hubschrauber ausgetrimmt werden und das Timing des Rotorkopfs korrigiert

werden. Nun fliegt er wieder wie gewohnt das Projekt ist beendet und was noch fehlt ist ein Video.....das hoffentlich bald folgt........

 

Pfingsten 2014 schönes Wetter, fast kein Wind, die Bell fliegt seit knapp 5 Minuten. Ich habe mich nach langer Zeit des nicht Bell fliegens wieder an die Steuerung gewöhnt, Landung und kurze Erholung.....Start zum Rundflug....

Pitch rein die Bell hebt ab,  mit dem Heckrotor während des steigens in Flugrichtung drehen und dann......ein Knall etwas fliegt von der Bell weg, der Hubschrauber beginnt sich um die Hochachse zu drehen, korrekturen nicht möglich, Ein zweiter Knall, die Drehzahl des Rotor steigt hörbar, der Hubschrauber bäumt sich nun zusätzlich auf. Höhe ca. 2m mit der Nase leicht nach oben und dem Rotor zu mir kommt die Bell auf mich zu, korrekturen der Fluglage werden vom Hubschrauber nicht mehr umgesetzt......also Motor aus... Die Bell schlägt mit den Rotorblättern gefolgt von der linken Kufe auf, ein gebrochenes Blatt fällt ein Stück neben mir zu Boden.....Ruhe. Das ganze dauerte keine 4 Sekunden Bilder folgen in kürze.

Schadenanalyse: Der Rumpf ist unbeschädigt lediglich die Verklebung Heckfinne / Rumpf hat sich  heckgetriebeseitig gelöst. Die linke Kufe ist verbogen und ein Kufenhalter ist im bereich der Verschraubung gerissen. Rotorblätter gebrochen, Paddelstangen verbogen, Blattverstellarme verbogen,

Heckrotorverstellwelle verbogen, Hauptrotorwelle krumm.

Ursache: Von einem Heckrotorblatt hat sich der Lack nebst Dekorstreifen gelöst.

Dies führte zum ersten Knall. Zweiter Knall... durch die Unwucht am Heckrotor hat sich die Heckwelle (Stahldraht) aufgedreht. Nach dem sich die Unwucht erledigt hatte, drehte sich der Draht wieder zurück, was eine schlagartige Entlastung und Drehzahlerhöhung des Hauptrotors zur Folge hatte. Der zweite Knall kam aus dem Rumpf und wurde vermutlich vom schlagenden Stahldraht erzeugt.

Was nun?  

Neue Rotorblätter sind schon da. Da mein Engel gerade zugegen war, wurden gleich die wichtigsten Teile in Augenschein genommen. Die Hauptrotorwelle wird neu gefertigt, ebenso die Verstellwelle für den Heckrotor. Damit sind die Hauptprobleme gelöst. Holzblätter am Heck werden bei mir nicht mehr zum Einsatz kommen, dafür aber GFK Blätter der Firma CR-Modelltechnik die auch die Hauptrotorblätter fertigen. Eine Nachfrage ergab das es schon eine Urform

gibt , aber noch keine Abformungen. Nun bin ich Satz Nummer eins gespannt.

Sind alle Reparaturen erledigt werde ich hier wieder berichten. 

 

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